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Hinter uns liegt wohl das schwierigste Weinjahr seit Jahrzehnten. Drei kalte Frostnächte Ende April haben einen großen Teil unserer Weintrauben schon weit vor der Ernte zerstört. In solchen Situationen sieht man wie abhängig man von der Natur ist. Ein Hagelgewitter Ende des Sommers erwischte dann auch noch einen Weingarten, den der Frost verschont hatte. Dieses Weinjahr brachte uns an unserer psychischen Grenzen.

Nach der Ernte haben wir dennoch aufgeatmet. Anfänglich sind wir noch von einem Schaden von über 75 % ausgegangen, als dann ein "nur" fünfzigprozentiger Verlust eintraf, war die Erleichterung groß. Am schlimmsten hat es die Rotweintrauben getroffen, doch wenn dieses neue Jahr eine gute Ernte zulässt, wird der Verlust für Sie kaum zu spüren sein. Für uns allerdings ist es natürlich schwierig, da ein Teil unserer Einnahmen „erfroren“ ist und leider auch bei der einen oder anderen Weißweinsorten die Menge eher gering ist. Obwohl es bei der Quantität so große Probleme gab, hat die Qualität in keinster Weise gelitten. Die Weine sind sehr vollmundig, fruchtbetont, extraktreich und kräftig. Viele von Ihnen haben schon im Vorjahr die eine oder andere Kostprobe versucht.

Seit dem Vorjahr haben wir eine kleine Kamerunschafherde, die in den nächsten Wochen in den Weingarten übersiedeln wird. Unsere Schafe sind dann ein wichtiger Bestandteil unserer nachhaltigen Arbeitsweise. Die Schafe erledigen das Mähen, Stämme putzen, Düngen und sogar das Ausblättern. Zusätzlich erhöht sich der Humusgehalt im Boden, dadurch wird besser Wasser gespeichert, somit wird das Bodenleben verbessert und es wird mehr CO2 durch die Begrünung gespeichert. Wir stehen noch am Anfang, aber wir sind sehr gespannt und motiviert diesen neuen Schritt Richtung Nachhaltigkeit zu gehen. Nun heißt es sich weiter zu entwickeln, neue Wege beschreiten, nichts unversucht lassen und auch an unserer Nachkommen zu denken. Auch nach unserer Generation soll ein Gleichgewicht in der Natur herrschen. Es sind viele kleine Schritte notwendig, der erste ist gemacht! Ein positiver Nebeneffekt ist das Arbeiten mit den Tieren, welches uns sehr viel Freude bereitet, gerne können Sie uns besuchen und das Vorort besichtigen (bitte Termin vereinbaren)!